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Gesunde Autonomie

Verein zur Förderung einer gesunden Autonomieentwicklung von Menschen e.V.

2. Tagung 2014: Gesunde Beziehungen

was sie sind, wie sie erreicht werden können und
wie das Aufstellen des Anliegens dabei helfen kann

Wir Menschen leben in unterschiedlichen Formen von Beziehungen: Unsere erste Beziehung ist die zu unserer Mutter. Sie beginnt mit unserer Zeugung und erfährt bereits im Mutterleib eine wesentliche Prägung. Die Geburt löst die körperliche Verbindung zur Mutter auf, sie bleibt als psychische Bindung weiter bestehen und entwickelt sich nun je nach den Umständen fort: Ist die Mutter körperlich und emotional verfügbar? Hat sie Zeit für uns? Liebt sie uns, ohne uns symbiotisch zu missbrauchen?

Nach der Geburt kommen wichtige neue Beziehungen hinzu, zum Vater, zu den Geschwistern, zu den Großeltern. Mit fortschreitendem Alter vervielfältigt sich unser Beziehungsleben durch die Beziehungen zu Freunden, zu Liebespartnern, zu Arbeitskollegen, zu Kunden oder Klienten.

Es gilt, zwei Grundformen von Beziehungen zu unterscheiden: konstruktiv symbiotische und destruktiv sym-
biotische Beziehungen. Erstere befördern die psychische und körperliche Gesundheit, letztere machen krank.

In destruktiv symbiotischen Beziehungen wirken Täter- und  Opferdynamiken, d.h. Machtmissbrauch und falsche Autoritäten auf der einen Seite und Abhängigkeit, Überangepasstheit und Selbstverleugnung auf der anderen Seite. Wachsen wir in einem destruktiven Beziehungsumfeld auf, indem überwiegend traumatisierte Menschen mehr überleben als leben, können wir kaum lernen, was gesunde Beziehungen sind.
Die von den Vorgenerationen auf uns übertragenen Traumata und die selbst gemachten Beziehungserfahrungen führen uns immer wieder in symbiotische Verstrickungen mit anderen Menschen oder in neue Formen der Scheinautonomie hinein.

In gesunden und konstruktiven Beziehungen gibt es diese Dynamik nicht. Es gibt dort weder Täter noch Opfer. Gesunde Beziehungen zeichnen sich aus durch ein gegenseitiges Geben und Nehmen, ohne ineinander aufzugehen oder einander zu vereinnahmen. Solche Beziehungen bringen win-win-Situationen hervor.

Die zweite Tagung des Vereins zur Förderung einer gesunden Autonomie von Menschen (VFGAM e.V.) befasst sich damit, wie mit Hilfe der Aufstellungsmethode auf der Grundlage der Bindungs- und Traumatheorie und der davon abgeleiteten Technik des „Aufstellen des Anliegens“ die Ursachen für destruktive symbiotische Beziehungen ans Licht kommen und gesunde Formen von Beziehung gelebt werden können.

An den drei Tagen wird es folgende Vortäge von Prof. Dr. Franz Ruppert geben:

Freitag: Gesunde Beziehungen – gesunde Psyche

Unsere menschliche Psyche ist auf Beziehungen hin orientiert. Solange wir in gesunden Beziehungen leben, bleibt auch unsere Psyche gesund. Destruktive Beziehungen machen krank. Was kennzeichnet also gesunde Beziehungen? Warum werden Beziehungen destruktiv? Warum können vor allem nahe und intime Beziehungen in Täter-Opfer-Verstrickungen enden?

Download: 1. Vortrag


Samstag: AdA - Das Aufstellen des Anliegens – Entwicklung und Stand der Methode

Ich habe das Aufstellen des Anliegens seit 2009 als eine eigenständige Methode entwickelt, die mit dem Familienstellen nur noch gemeinsam hat, dass mit Menschen als Stellvertretern gearbeitet wird. Ansonsten basiert das Aufstellen des Anliegens auf einer eigenen Ursachen- wie Veränderungstheorie. Wie bei jeder Methode braucht man auch beim Aufstellen des Anliegens viel Erfahrung, um zu optimalen Ergebnissen zu kommen. Was kennzeichnet das Aufstellen des Anliegens? Worauf ist zu achten und welche Fehler sind zu vermeiden?

Download: 2. Vortrag


Sonntag: Wie Traumata vor, während und nach der Geburt unser Leben prägen

Schon früh im Leben eines Menschen können traumatische Ereignisse dafür sorgen, dass er sich psychisch spalten muss, um zu überleben. Je sensibler der sich entwickelnde Organismus ist, desto leichter kann er Traumaerfahrungen machen müssen. Die vorgeburtliche Zeit birgt also hohe Risikopotentiale in sich und auch der Geburtsprozess endet für nicht wenige Neugeborene in einer traumatischen Lebenserfahrung. Hinzukommt, dass die derzeitige Geburtshilfepraxis weder für die Risiken von Traumatisierungen noch für die Wichtigkeit früher Bindungsprozesse ausreichend sensibilisiert ist. Was erhöht also das Risiko für frühe Traumatisierungen und was kann dagegen getan werden?

Download: 3. Vortrag

 

Download des Tagungsflyer 2014